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Hilfen nach § 35a SGB VIII der Ev.-luth. Jugendhilfe Bockenem e. V.


Übersicht über unsere Hilfen für Kinder und Jugendliche, die von "seelischer Behinderung" bedroht sind (§ 35a SGB VIII).

Im Nachgang zu Informationsveranstaltungen bei Jugendämtern, habe ich oft die Rückmeldung bekommen, dass einige unserer Angebote und Methoden bisher nicht bekannt waren. Ich möchte deshalb auf von uns entwickelte Hilfen hinweisen, um Ihnen eine Gesamtübersicht der speziellen Fördermöglichkeiten auch für "seelisch behinderte Kinder und Jugendliche" zu ermöglichen. Die Beschreibung ist kurz gefasst, Details können Sie gerne direkt bei mir nachfragen, wenn Sie mehr über einzelne Angebote wissen wollen. Wichtig ist es uns noch einmal auf unser Ziel hinzuweisen, Kinder und Jugendliche und ihre Herkunftsfamilien, mit solchen schwierigen Hintergründen zu integrieren, ihre Möglichkeiten zu erweitern und sie individuell zu fördern. Wir bauen deshalb ein Angebot gruppeninterner Fördermöglichkeiten auf, ergänzen dies durch Fachberatung und Fortbildung und erweitern konkrete gruppenübergreifende Angebote.


Gruppeninterne Angebote:


Intensivpädagogische Wohngruppe Bockenem:

In der Wohngruppe für Jugendliche in Bockenem ist ein Konzept für eine intensivpädagogische Arbeit entwickelt worden. Dies bedeutet einen erhöhten Betreuungsschlüssel mit dem Ziel einer engeren Betreuung für jeden Jugendlichen. Damit werden die Gespräche im Einzelfall intensiver geführt, gruppenbezogene Aktivitäten ausgeweitet und inhaltlich zweimal wöchentlich, zusätzlich zum "normalen" Angebot, zwei Arbeitsprojekte mit den Jugendlichen durchgeführt. Inhalte dieser Projekte sind die Gestaltung von Gruppenprozessen, das gemeinsame Planen und Durchführen, lernen in der Gruppe zusammen zu arbeiten und damit auch ein Ergebnis zu erreichen. Ziel der Projekte ist es, diese Lernerfahrungen in andere Lebensfelder (Schule, Beruf) erfolgreich zu übertragen. Umgesetzt wird dies zurzeit in einem Musik und einem Videoprojekt, weitere Projekte werden folgen. Das Angebot richtet sich vor allem an traumatisierte Jugendliche, die durch "dissoziale" Verhaltensweisen auffallen, häufig demotiviert und lustlos wirken, depressive Episoden haben etc.

Therapeutische Kinderwohngruppe Bad Salzdetfurth:

Neben der Orientierung an einer wirksamen Pädagogik für traumatisierte Kinder, zeichnet sich die Gruppe auch durch ihre "klinische" Struktur aus, insbesondere durch eine klare Tagesstruktur. Wir verfolgen das Ziel, die Selbststeuerung und Selbstwirksamkeit der Kinder zu trainieren.

Stand Juli 2015

Gruppenübergreifende Angebote:

Lerntherapie: Lerntherapie bieten wir für Kinder und Jugendliche an, die in ihrer biographischen Entwicklung so kontraproduktive Verhaltensmuster erworben haben, dass sie in ihrem täglichen Umgang mit Einzelnen und Gruppen abgelehnt werden und somit eine dauerhafte Verfestigung ihrer Störung droht. Unsere Lerntherapeutin berät darüber hinaus die Pädagogen in den Gruppen, um den Abbau dieser Defizite nachhaltig zu sichern.
LRS Training: LRS Förderung bieten wir für Kinder und Jugendliche an. Sie setzt in fünf Bereichen an, um eine systematische, umfassende und im Ergebnis erfolgreiche Förderung innerhalb eines definierten Zeitraums zu ermöglichen:

• Aufmerksamkeitstraining
• Training der Sinneswahrnehmung
• Symptomtraining
• Elternberatung
• Schulberatung

Beratung und Fortbildung:

Seit mehreren Jahren werden wir von einem Kinder- und Jugendpsychiater, Herrn Duda, in Fragen sozialpsychiatrischer Störungsbilder und zum Thema Trauma in diagnostischen Fragen beraten und fortgebildet. Die Beratung erfolgt in Form einer Fachberatung der einzelnen Teams bezogen auf Hilfen für den einzelnen Jugendlichen oder das Kind und auf die pädagogisch / therapeutische Zusammenarbeit. (siehe Anhang). Sie dient uns zur Thesenbildung bei der Eingangsdiagnostik, zum Entwicklungsverlauf des Kindes oder Jugendlichen und zur Abstimmung angemessener weiterer therapeutischer Hilfen.

Integrationsprojekt:

Mit der Oberschule Bockenem arbeiten wir im Rahmen eines Kooperationsvertrages zusammen, der es uns ermöglicht auch Kinder und Jugendliche mit Lern– und Verhaltensproblemen zu integrieren oder zu reintegrieren.

Uwe Heckmann


Stand Juli 2015